Trockenbau und Innenausbau aus einer Hand
Ein Raum ist zu groß, ein zweiter fehlt, die Dachschräge ist offen, und in der Decke sollen Leitungen verschwinden. Trockenbau löst das ohne Mauerwerk: ein Ständerwerk aus Metallprofilen, darauf Gipsplatten, dazwischen Dämmung. SG Dienstleistungen führt diese Arbeiten regional in Ostwestfalen-Lippe aus — Wände, abgehängte Decken, Vorsatzschalen und Verkleidungen.
Was gehört zum Trockenbau und Innenausbau?
Trockenbau heißt: Wände, Decken und Verkleidungen entstehen aus einem Traggerüst aus Metallprofilen und einer Beplankung aus Gipsplatten — ohne Mörtel und ohne die Trocknungszeit eines gemauerten Aufbaus. Dazu zählen nichttragende Trennwände für eine neue Raumaufteilung, abgehängte Decken, Vorsatzschalen vor Bestandswänden, verkleidete Dachschrägen und Installationsschächte, die Dämmung der entstehenden Hohlräume und die Revisionsöffnungen an Armaturen und Verteilern. Feucht wird es erst zum Schluss, beim Verspachteln der Fugen.
Wie ist eine Trockenbauwand aufgebaut?
Eine Metallständerwand besteht aus drei Lagen: UW-Profile an Boden und Decke, dazwischen senkrechte CW-Profile als Ständer, darauf ein- oder zweilagig verschraubte Gipsplatten. Der übliche Ständerabstand beträgt 62,5 cm — die halbe Plattenbreite von 1,25 m; bei größeren Wandhöhen rückt er auf 41,7 cm zusammen. Der Hohlraum bleibt nicht leer: Mineralwolle darin verbessert den Schallschutz, Leerrohre laufen durch die vorgestanzten Öffnungen der Profile.
Über das Ergebnis entscheiden die Ränder: Ohne Anschlussdichtung an Boden, Decke und Bestandswand wird die Wand dort zur Schallbrücke.
Welche Gipsplatte gehört in welchen Raum?
Die Platte richtet sich nach der Belastung des Raums. In trockenen Wohn- und Büroräumen genügt die Standardplatte, in Bädern und Küchen die imprägnierte Platte mit reduzierter Wasseraufnahme, und wo eine Feuerwiderstandsklasse gefordert ist, die Feuerschutzplatte mit stabilisiertem Gipskern. Die Bezeichnungen regelt DIN EN 520; die älteren Kürzel GKB, GKBI und GKF sind auf Baustellen weiterhin gebräuchlich.
Plattentypen im Überblick
| Plattentyp | Wofür gedacht | Was sie nicht leistet |
|---|---|---|
| Standard (Typ A, früher GKB) | trockene Wohn- und Büroräume | keine dauerhafte Feuchtebelastung |
| Imprägniert (Typ H2, früher GKBI) | Bäder, Küchen, Hauswirtschaftsräume; meist grün eingefärbt | ersetzt keine Abdichtung im Spritzwasserbereich |
| Feuerschutz (Typ DF, früher GKF) | Aufbauten mit geforderter Feuerwiderstandsklasse; meist rot bedruckt | ergibt allein keine Brandschutzklasse — es zählt der geprüfte Gesamtaufbau |
Was bedeuten die Qualitätsstufen Q1 bis Q4?
Q1 bis Q4 beschreiben, wie fein eine beplankte Fläche verspachtelt wird — nicht, wie sorgfältig gearbeitet wurde. Q1 verfüllt nur Fugen und Schraubenköpfe und reicht unter Fliesen und Verkleidungen, Q2 ist die Standardverspachtelung für Raufaser und Strukturtapeten, Q3 zieht breiter aus und schließt die Poren, Q4 überzieht die Fläche vollflächig und ist für glatte, glänzende Anstriche und feine Tapeten nötig.
Dazu gehört eine Einschränkung: Auch Q4 sagt nicht zu, dass sich unter Streiflicht keine Übergänge abzeichnen — darüber entscheidet die Beleuchtung im fertigen Raum mit. Welche Stufe ein Projekt braucht, gehört vor der Beauftragung in die Leistungsbeschreibung.
Was gehört nicht dazu?
Elektro- und Sanitärinstallation gehören nicht zum Trockenbau: Leitungen ziehen, Dosen setzen und Anschlüsse herstellen ist Sache der jeweiligen Fachbetriebe — abgestimmt wird der Zeitpunkt, weil die Installation fertig sein muss, bevor die Beplankung geschlossen wird. Ebenso klar ist die statische Grenze: Trockenbauwände sind nichttragend; eine tragende Wand zu entfernen, ist ein Eingriff in die Statik und braucht eine eigene Planung. Und wo eine Feuerwiderstands- oder Schallschutzklasse gefordert ist, zählt der geprüfte Systemaufbau, nicht die einzelne Platte.
Ob Maler-, Tapezier- und Fliesenarbeiten mitlaufen oder ein anderer Betrieb übernimmt, klären wir in der Anfrage.
Wo führen wir Trockenbau aus?
Trockenbau und Innenausbau führen wir regional aus — vom Sitz in Salzkotten in Ostwestfalen-Lippe, unter anderem in Paderborn, Soest, Lippstadt, Bielefeld und Detmold. Ausbauarbeiten laufen über mehrere Tage und in mehreren Anläufen, weil zwischen den Spachtelgängen Trocknungszeit liegt; kurze Wege sind dafür die Voraussetzung. Bei der Hauptleistung ist das anders: Das nachträgliche Einfräsen einer Fußbodenheizung in bestehenden Estrich ist ein abgeschlossener Arbeitsgang und wird deutschlandweit ausgeführt — die Anfahrt wird eingeplant und fließt ins Angebot ein.
Was bestimmt den Aufwand?
Feste Quadratmeterpreise führen im Trockenbau in die Irre, weil vier Größen den Aufwand bestimmen: Fläche und Wandhöhe, ein- oder zweilagige Beplankung, die geforderte Qualitätsstufe und die Zahl der Ecken, Anschlüsse und Aussparungen. Ein gerader Raumteiler ist etwas anderes als eine Dachschräge mit Kehlen und Fensterlaibungen. Für eine erste Einschätzung genügen Raummaße, Postleitzahl, ein paar Fotos und die Angabe, was später auf die fertige Fläche kommt.
Wird im selben Zug am Boden gearbeitet, folgt der Bodenausgleich mit Ausgleichsmasse üblicherweise, wenn die Wände stehen; muss der Raum vorher leer werden, lässt sich die Räumung und Entrümpelung vorschalten.
Häufige Fragen zum Trockenbau.
Was vor der Beauftragung am häufigsten gefragt wird: Lasten an der Wand, Feuchträume, Wanddicke und Staub.